Vom Mittelalter bis in die heutige Zeit.


Diese Verbrechensserie beleuchtet einen ganz besonders abscheulichen Fall der deutschen Kriminalgeschichte, der schon im Deutschen Kaiserreich begann, sich in der Weimarer Republik entwickelte und am Anfang des Dritten Reiches letztendlich ungeheuerliche Ausmaße annahm. Erst 1935 konnte diese heimtückische Mordserie endlich gestoppt werden. 

Es bleibt bis heute unbegreiflich, wie lange der Serienmörder 

- Adolf Gustav Seefeldt - 

ungehindert agieren konnte.


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Kinder verlieren ist schlimmer
als selbst sterben.

                                 Otto von Bismark





Widmung
zum Andenken an die Kinder


Kurt Gnirk aus Wittenberge,
• Wolfgang Metzdorf aus Potsdam,
• Ernst Tesdorf aus Ludwigslust,
• Alfred Praetorius aus Rostock,
• Hans Korn aus Lübeck,
• Günther Tieke aus Oranienburg,
• Erwin Wischnewski aus Brandenburg a.d. Havel,
• Arthur Dill aus Neuruppin.,
• Edgar Dittrich aus Neuruppin,
• Hans Joachim Neumann aus Schwerin,
• Heinz Zimmermann aus Schwerin und
• Gustav Thomas aus Wittenberge.


Ihre kindliche Vertrauensseligkeit und Gutgläubigkeit wurde ihnen zum Verhängnis. Das Leben noch vor sich, sind Sie allesamt Opfer des heimtückischsten und gefährlichsten deutschen Sittlichkeitsverbrechers und Kindermörders vor dem 2. Weltkrieg geworden. Wir sollten und müssen diese zwölf unschuldig ermordeten Knaben  in Erinnerung behalten und ihr Andenken bewahren, denn...
                     Kinder - sind das wertvollste Gut einer Gesellschaft.


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Einleitung:

Seit Menschen existieren werden Verbrechen begangen. Egal ob es sich dabei um Betrug oder Brandstiftung, um Raub oder Diebstahl, bzw. Mord oder Totschlag handelt. Der Fantasie der Menschen sind keine Grenzen gesetzt. Es gab schon immer Menschen, die ihr Leben auf Kosten anderer bestritten, denen ein rechtmäßiges Leben mit regelmäßiger Arbeit zuwider war. Sie raubten, mordeten oder vergewaltigten, heimtückisch und grausam aus niedrigen Beweggründen. Ob ein Sexualmord, Angstmord, ein Raubmord oder Lustmord vorliegt, macht nach den Gesetzen keinen Unterschied. Es geht grundsätzlich darum, dem Mörder zweifelsfrei die Tötung des oder der Menschen mittels der oben genannten Beweggründe nachzuweisen.
Bis zum Jahr 1949 sind diese Verbrechen in Deutschland, bis auf wenige Ausnahmen, grundsätzlich mit der Todesstrafe geahndet worden.
Einen breiten Raum nehmen in der Kriminalgeschichte, nicht nur in Deutschland, seit jeher die Sexualmorde ein. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit steigen die unter „Lustmord“ zusammengefaßten Verbrechen weltweit kontinuierlich an. Als „Lustmord“ bezeichnet man die durch Geschlechtslust ausgeführte Ermordung eines Menschen. Ein sadistischer Mörder empfindet Wollust beim sadistischen Töten eines anderen, wobei hier das Töten die Stelle des Beischlafs einnimmt.
Andere Täter wiederum vergehen sich sexuell auf das Schwerste am Opfer, während sie es töten. Sehr oft töten Sittlichkeitsverbrecher auch unfreiwillig, nämlich immer dann, wenn sie mit Gewalt den Widerstand des Opfers zu brechen versuchen und dabei zu weit gehen.
Als besonders perfide Kriminelle werden seit jeher Kindermörder und Kinderschänder eingeordnet, weil diese Verbrecher sich an den Schwächsten, den Kindern, vergehen. Sie stehen in der Verbrecherhirachie auf der untersten Stufe und werden von allen gehaßt und verachtet.
Meist wird nach einer Schändung das Opfer noch ermordet, um letztendlich den Tatzeugen sicher auszuschalten. Der eigentliche Mord am Kind dient dem Täter aber nicht zur sexuellen Befriedigung. Im kriminalpsychologischen Sinne handelt es sich hier nicht direkt um Lustmord. Einige Täter vergehen sich vor der Ermordung am Kind, einige erst nach der Tötung.


Diese nachfolgende Abhandlung beleuchtet einen ganz besonders abscheulichen Fall der deutschen Kriminalgeschichte, der schon im Deutschen Kaiserreich begann, sich in der Weimarer Republik entwickelte und am Anfang des Dritten Reiches letztendlich ungeheuerliche Ausmaße annahm. Erst 1935 konnte diese heimtückische Mordserie endlich gestoppt werden. Es bleibt bis heute unbegreiflich, wie lange dieser Serienmörder ungehindert agieren konnte.
Die Rekonstruktion dieser heimtückischen Verbrechen, die der Täter im Laufe vieler Jahre beging, entbehrt jeglicher freier Interpretation, sondern bezieht sich in allen Kapiteln exakt auf die vorhandenen Presseveröffentlichungen, Akten, sowie viel gesammelte Bild- und Textmaterialien, die ich im Laufe von 25 Jahren zusammengetragen konnte. Viele spezielle Details und Zusammenhänge dieses Kriminalfalles sind bis heute kaum jemandem bekannt, geschweige veröffentlicht worden.
Das abzuändern war mein Bestreben.
                                                                                                                     - erich -

Auf Grund der Menge des vorliegenden Materials erstreckt sich der Fall über mehrere Kapitel, welche nacheinander veröffentlicht werden.

                                                                                      -  Dankeschön -


Hier noch ein Hinweis in eigener Sache:

Sollten Sie zur Leserschaft mit schwachen Nerven gehören, welche zur Abscheu gegenüber gerichtsmedizinischen Berichten neigt, sollten Sie diesen Kriminalfall überspringen, denn er beinhaltet teilweise auch Todesfälle, deren Text- und Bilddarstellungen nicht für jeden erträglich und geeignet sind. 

Es könnten Ihre Gefühle verletzt werden, und das möchte ich nicht.

Ich bedanke mich für Ihr Verständnis.                      - erich -



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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Widmung

Einführung

– „Wo Seefeldt wanderte, da wanderte der Tod“.

1. Kapitel

Von der Kinderzeit bis zum Beginn der Wanderschaft.
• Die Geburt, die Eltern und die Großeltern des Adolf Gustav Seefeldt.
• Die Geschwister,
• Die Schul- und Lehrzeit,
• Die Ehe
• Der Sohn
• Die unehelichen Kinder
• Die Wanderschaft

2. Kapitel

Die  Strafakte des Adolf Gustav Seefeldt.
• Urteil des Schöffengerichts Rendsburg im Jahre 1892.
• Urteil der Strafkammer des Landgerichts Potsdam im Jahre 1895.
• Urteil Nr. 1 der Strafkammer des Landgerichts II Berlin im Jahre 1900.
• Urteil Nr. 2 der Strafkammer des Landgerichts II Berlin im Jahre 1900.
• Zweiter Aufenthalt in der Irrenabteilung der Strafanstalt Köln vom 27.3.1903 bis 22.5.1903.
• Die Bettelstrafen der Jahre 1905 – 1909.
• Das Urteil der Strafkammer des Landgerichts Altona vom 1.7.1909.
• Aufenthalt in der Irrenanstalt Neustadt vom 20.09.1909 – 16.01.1910.
• Urteil der Strafkammer des Landgerichts Altona vom 18.04.1911.
• Die Zeit zwischen September 1915 – November 1916.
• Urteil der Strafkammer des Landgerichts Hamburg vom 16.11.1916.
• Aufenthalt in der Strafanstalt Fuhlsbüttel, bzw. im Lazarett dieser Strafanstalt.
• Der Aufenthalt Seefeldts in der Irrenanstalt Langenhorn vom 3.7.1917 bis zum 21.5.1923.
• Aufenthalt in der Strafanstalt Fuhlsbüttel vom 22.5.1923 bis 15.9.1926.

3. Kapitel

• Der Erwerb.
• Die Lebensweise und das Auftreten.
• Der Inhalt des Rucksacks.
• Das Tagebuch.

4. Kapitel

Sittlichkeitsvergehen und Sittlichkeitsverbrechen.
• 1. Der Fall – Werner Hesse in Schwerin.
• 2. Der Fall – Günther Strehse in Berlin.
• 3. Der Fall – Wilhelm Schmidt in Schwerin.
• 4. Der Fall – Edgar Casper in Lenzen a. E.
• 5. Der Fall – Günther Paschen in Schwerin.
• 6. Der Fall – Erich Jahn in Schwerin-Görries.


5. Kapitel

Die Anlockung und Entführung von Knaben.
• 1.   Der Fall – Wilhelm Wollenberg in Lankow.
• 2.   Der Fall – Helmut Siee.
• 3.   Der Fall – Karl Penzlin in Ludwigslust.
• 4.   Der Fall – Karl Geißler in Ludwigslust.
• 5.   Der Fall – Erwin Jessulat und Erich Jäkel in Grabow.
• 6.   Der Fall – Walter Fentsch in Schwerin.
• 7.   Der Fall – Erich Friemann zu Techentin.
• 8.   Der Fall – Otto Eutin aus Schwerin.
• 9.   Der Fall – Willi Burmeister in Schwerin.
• 10. Der Fall – Günther Keubke in Schwerin.


6. Kapitel
• Straftaten, zu denen Adolf Seefeldt verdächtigt, aber nicht abgeurteilt worden ist.


7. Kapitel

Die Ermordung von 12 Knaben in den Jahren 1933 – 1935.
• 1.   Der Mordfall – Kurt Gnirk in Wittenberge 1933 – 1935.
• 2.   Der Mordfall – Wolfgang Metzdorf in Potsdam 1933.
• 3.   Der Mordfall – Ernst Tesdorf in Ludwigslust 1933.
• 4.   Der Mordfall – Alfred Praetorius in Rostock 1933.
• 5.   Der Mordfall – Hans Korn in Lübeck 1934.
• 6.   Der Mordfall – Günther Tieke in Oranienburg 1934.
• 7.   Der Mordfall – Erwin Wischnewski in Brandenburg (Havel) 1934.
• 8.   Der Mordfall – Arthur Dill
• 9.   und der Mordfall – Edgar Dittrich, genannt Eipel, in Neuruppin 1934.
• 10. Der Mordfall – Hans-Joachim Neumann in Schwerin 1935.
• 11. Der Mordfall – Heinz Zimmermann in Schwerin 1935.
• 12. Der Mordfall – Gustav Thomas in Wittenberge 1935.
1. Die Opduktion
2. Das Opduktionsgutachten


8. Kapitel

• Die Fahndung.
• Die Suche in Wittenberger Hotels und Gastwirtschaften.
• Unter falschem Verdacht.


9. Kapitel

• Die Verhaftung.
• Das Geheimnis um den Tod zahlreicher Kinder – Der unheimliche Logiergast in Mecklenburg und Brandenburg.
• Todesursache in allen Fällen ungeklärt.
• Verbrechen im letzten Moment verhindert.
• Der entscheidende Schlag.


10. Kapitel

Verhöre


11. Kapitel

Der Prozeß
•   1. Verhandlungstag (Prozeßeröffnung) – Dienstag, 21. Januar 1936.
•   2. Verhandlungstag – Mittwoch, 22. Januar 1936.
•   3. Verhandlungstag – Donnerstag, 23.Januar 1936.
•   4. Verhandlungstag – Freitag, 24. Januar 1936.
•   5. Verhandlungstag – Sonnabend, 25. Januar 1936.
•   6. Verhandlungstag (Lokaltermin) – Montag, 27. Januar 1936.
•   7. Verhandlungstag – Dienstag, 28. Januar 1936.
•   8. Verhandlungstag – (Lokaltermin) – Mittwoch, 29. Januar 1936.
•   9. Verhandlungstag – Donnerstag, 30. Januar 1936.
• 10. Verhandlungstag – Freitag, 31. Januar 1936.
• 11. Verhandlungstag – Sonnabend, 1. Februar 1936.
• 12. Verhandlungstag – Montag, 3. Februar 1936.
• 13. Verhandlungstag – Dienstag, 4. Februar 1936.
• 14. Verhandlungstag (Lokaltermin in Lübeck) – Mittwoch, 5. Februar 1936.
• 15. Verhandlungstag – Donnerstag, 6. Februar 1936.
• 16. Verhandlungstag – Freitag, 7. Februar 1936.
• 17. Verhandlungstag – Sonnabend, 8. Februar 1936.
• 18. Verhandlungstag – Montag, 10. Februar 1936.
• 19. Verhandlungstag – Dienstag, 11. Februar 1936.
• 20. Verhandlungstag – Mittwoch, 12. Februar 1936.
• 21. Verhandlungstag – Donnerstag, 13. Februar 1936.
• 22. Verhandlungstag – Freitag, 14. Februar 1936.
• 23. Verhandlungstag – Montag, 17. Februar 1936.
• 24. Verhandlungstag – Dienstag, 18. Februar 1936.
• 25. Verhandlungstag – Mittwoch, 19. Februar 1936.
• 26. Verhandlungstag – Donnerstag, 20. Februar 1936.

12. Kapitel

Der Schlussakkord














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